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Wie man echten schwarzen Obsidian von Fälschungen unterscheidet: Ein praktischer Leitfaden

May 06, 2026
Sarah M.

Autor

Durch ein professionelles technisches Team bieten wir unseren Kunden gezielte Empfehlungen zur Geräteauswahl und umfassende Kundendienstleistungen und gewinnen so das Vertrauen und die Anerkennung unserer Kunden.

Sarah M.

Schwarzer Obsidian hat dieses einzigartige, glasartige Aussehen. Er wirkt scharfkantig, geheimnisvoll und ist für seine Größe überraschend schwer. Aber mal ehrlich: Geht man in ein Kristallgeschäft oder stöbert auf Etsy, ist die Hälfte des angebotenen „Obsidians“ entweder billiges Schlackenglas oder gefärbtes Acryl.

Ich sammle seit etwa sechs Jahren Kristalle und erinnere mich noch gut an die erste Fälschung, die ich gekauft habe. Es war eine polierte Kugel. Online sah sie perfekt aus. Als sie ankam, fühlte sie sich warm und leicht an. Das war mein erster Hinweis: Echter Obsidian fühlt sich in der Hand nie warm an.

Wie lässt sich also derselbe Fehler vermeiden? Hier sind die bewährten Methoden, die tatsächlich funktionieren.

1. Der Temperaturtest (Überraschend zuverlässig)

Das klingt fast zu simpel, aber es funktioniert. Halten Sie den Stein etwa 30 Sekunden lang in Ihrer geschlossenen Faust. Echter schwarzer Obsidian ist vulkanisches Glas. Er leitet Wärme nur langsam. Deshalb fühlt er sich beim ersten Anfassen kalt an und bleibt auch eine Weile kühl.

Fälschungen – insbesondere aus Harz oder Acryl – erwärmen sich schnell. Innerhalb von 10 bis 15 Sekunden erreichen sie Körpertemperatur. Bei Glasfälschungen ist es etwas schwieriger, aber auch sie fühlen sich oft wärmer an als Obsidian.

Ein Freund von mir scherzte einmal, dass echter Obsidian sich gegen die Wärme der Hand „wehrt“. Da ist etwas Wahres dran.

2. Achten Sie auf Einschlüsse – aber wissen Sie, was Sie sehen.

Echter Obsidian ist selten vollkommen schwarz. Halten Sie ihn gegen ein helles Fenster oder benutzen Sie die Taschenlampe Ihres Handys. Natürlicher Obsidian weist oft winzige weiße oder gräuliche Sprenkel auf, manchmal sogar kleine Bläschen, die durch eingeschlossenes Gas beim schnellen Abkühlen entstanden sind. Er kann auch eine schwache Bänderung oder einen leicht bräunlichen Schimmer zeigen, wenn Licht hindurchscheint.

Aber hier liegt der Haken: Viele Fälschungen weisen ebenfalls Blasen auf. Der Unterschied? Bei gefälschtem Glas oder Harz sind die Blasen meist rund und gleichmäßig. Bei echtem Obsidian hingegen wirken die Einschlüsse unregelmäßiger, fast chaotisch.

Wenn der Stein unter hellem Licht pechschwarz ist und keinerlei Makel aufweist? Das ist verdächtig. Die Natur kennt keine Perfektion.

3. Der Trick für scharfe Schneiden

Echter Obsidian ist für eines berühmt: Er kann schärfer sein als chirurgischer Stahl. Deshalb verwendeten ihn antike Kulturen für Klingen. Wenn Sie ein rohes oder grob geformtes Stück haben, fahren Sie vorsichtig mit dem Daumen über die Kante. Echtes Obsidian fühlt sich an jeder scharfen Kante rasiermesserscharf an.

Fälschungen aus Kunstharz oder Kunststoff sind nicht schnittgefährlich. Sie fühlen sich stumpf an. Glasfälschungen können zwar scharfe Kanten haben, weisen aber nicht das typische muschelförmige Bruchmuster auf. Obsidian bricht mit gewölbten, schalenartigen Oberflächen. Imitationsglas zerbricht eher wie eine Flasche.

Verletzen Sie sich beim Testen nicht. Eine leichte Berührung an einer unpolierten Kante genügt.

4. Das Gewicht ist wichtiger, als Sie denken

Nimm das Stück in die Hand. Stell dir dann etwas ähnlich Großes aus normalem Glas vor. Echter Obsidian ist dicht. Seine Dichte liegt bei etwa 2,4. Das bedeutet, er sollte sich deutlich schwerer anfühlen, als er aussieht.

Acryl-Fälschungen? Die fühlen sich fast hohl an. Glasimitationen haben manchmal das richtige Gewicht, sind aber oft leichter oder seltsam ausbalanciert. Ich habe mal eine echte Obsidiankugel und eine Fälschung nebeneinander verglichen – gleiche Größe, aber die Fälschung war 40 % leichter. Meine Hand hat es sofort gemerkt.

Wenn Sie online kaufen und den Artikel nicht in die Hand nehmen können, fragen Sie den Verkäufer nach dem genauen Gewicht. Vergleichen Sie es mit bekannten Abmessungen. Wenn er zögert, suchen Sie sich einen anderen Verkäufer.

5. Der Lichttest (Nicht das, was Sie denken)

Ignorieren Sie jeden, der Ihnen rät, Obsidian mit einer Lampe durchzuleuchten, um „rauchige Schichten“ zu erkennen. Das funktioniert nur bei dünnen Scheiben. Ein dicker Handschmeichler zeigt nichts.

Versuchen Sie stattdessen Folgendes: Bringen Sie den Stein in einen dunklen Raum. Verwenden Sie eine fokussierte Taschenlampe, die Sie flach auf die Oberfläche richten. Echter Obsidian weist oft feine muschelförmige Risse oder winzige Oberflächenunebenheiten auf, die das Licht reflektieren. Fälschungen hingegen haben unter demselben Licht meist eine gleichmäßige, fast plastikartig glatte Oberfläche.

Ein weiterer Trick: Befeuchten Sie die Oberfläche leicht. Echter Obsidian verändert seinen Glanz im nassen Zustand – er wird tiefer, fast ölig. Die meisten Fälschungen sehen nur feucht aus.

6. Warnsignale bei Preis und Verkäufer

Seien wir ehrlich. Wenn Sie einen großen, makellosen schwarzen Obsidianschädel sehen für
8–20 Dollar, je nach Größe und Qualität. Ein geschnitztes Stück? Leicht 40 Dollar und mehr.

Vor welchen Verkäufern man sich in Acht nehmen sollte:

  • Angebote, in denen zwar „natürlicher Obsidian“ steht, im Kleingedruckten aber auch „künstliches Material“.

  • Lagerstätten aus Regionen ohne Vulkane (Obsidian entsteht aus Lava).

  • Jeder, der Makroaufnahmen bei guten Lichtverhältnissen ablehnt.

Ich musste das auf die harte Tour lernen, nachdem ich von einem Verkäufer in Florida „echten Apache-Tränen“-Obsidian gekauft hatte. Es stellte sich heraus, dass es sich um getrommeltes Industrieglas handelte.

7. Der Kratztest – Nur im äußersten Notfall

Obsidian hat auf der Mohs-Härteskala einen Wert von etwa 5 bis 5,5. Das bedeutet, dass er normales Glas ritzt, aber eine Stahlmesserklinge ihn zerkratzt. Wenn Sie sich ziemlich sicher sind, dass ein Stück unecht ist, versuchen Sie, die Unterseite mit einem Stahlnagel zu zerkratzen. Harz reißt dabei leicht ein. Echter Obsidian zeigt einen leichten Kratzer, blättert aber nicht ab und bekommt keine Dellen.

Führen Sie diese Arbeit nicht auf polierten Oberflächen durch, wenn Ihnen das Aussehen des Steins wichtig ist.

Schlussbetrachtung

Kein einzelner Test ist perfekt. Manche hochwertige Glasfälschungen bestehen den Gewichtstest. Manche natürliche Obsidianstücke sind ungewöhnlich rein. Verwenden Sie daher zwei oder drei Methoden in Kombination.

Und hier ein Tipp, den die meisten Ratgeber nicht verraten: Vertrauen Sie mehr Ihren Händen als Ihren Augen. Obsidian fühlt sich anders an. Er ist kühler, dichter, und wenn man zwei Stücke aneinanderschlägt, erzeugen sie einen höheren, helleren Klang als normales Glas.

Die Qualität von künstlichen Kristallen ist in den letzten Jahren erschreckend gut geworden. Dennoch können sie die natürlichen Unregelmäßigkeiten von Vulkanglas nicht imitieren. Wer einmal echten Obsidian in der Hand gehalten hat, erkennt Fälschungen sofort.

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